Ahornboden: bunte Farbwelt des Karwendels
Die schönsten Wanderungen rund um Schloss Elmau: Diese Serie stellt wöchentlich Bergtouren vor, die zeigen, wie abwechslungsreich sich die Landschaft zwischen Wetterstein und Karwendel erleben lässt. Heute geht’s zur Arnspitze.
Es gibt Orte, an denen man nicht lange suchen muss, um Schönheit zu finden. Rund um Schloss Elmau beginnt sie fast beiläufig. Zwischen Wetterstein, Karwendel und den stilleren Höhen oberhalb des Elmauer Tals liegen Wanderungen, die weniger wie sportliche Etappen wirken als wie kleine Reisen in verschiedene alpine Stimmungen. Wer hier losgeht, kann sich jeden Tag eine andere Stimmung aussuchen. Heute geht es zum Ahornboden.
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Ahornboden
Ahornboden: Die stille Weite des Karwendels
Der Ahornboden ist keine Bergtour im klassischen Sinn und gerade deshalb so besonders. Hier geht es nicht um Gipfel, Grat oder Höhenmeter, sondern um eine Landschaft. Im Herzen des Karwendels öffnet sich das Tal plötzlich zu einer weiten Ebene, gerahmt von steilen Felswänden und durchsetzt mit alten Bergahornen. Manche stehen einzeln auf den Wiesen, andere in kleinen Gruppen, viele vom Wetter gezeichnet, als hätten sie mehr gesehen, als man ihnen ansehen kann.
Wer aus der Richtung Elmau kommt, erlebt den Ahornboden als Wechsel der Perspektive. Nach den stillen Tälern, den bewaldeten Wegen und den schroffen Linien des Wettersteins zeigt sich das Karwendel hier von einer fast archaischen Seite. Die Engalm, die Wiesen, die Kühe, die gewaltigen Felsflanken im Hintergrund: Nichts daran wirkt inszeniert, und doch hat dieser Ort eine große Ruhe.
Besonders im Herbst, wenn sich die Ahornbäume in gelb und orange färben, geht eine besondere Stimmung von ihm aus. Man kann gemütlich durch das Tal spazieren oder sich rechts Richtung Hohljoch aufmachen oder links Richtung Binsalm.